Die optimale Schlafstätte fürs Baby

Wenn es um die richtige Schlafstätte fürs Baby geht, scheiden sich oft die Geister. Da stellt sich zunächst die Frage: wo soll das Baby schlafen? Ist es für das Baby gut, wenn es im Bett der Eltern schläft, oder sollte es direkt von Anfang an im eigenen Bettchen schlafen? Und wann sollte es spätestens im eigenen Bettchen schlafen, damit es nicht noch mit 12 Jahren bei Mama und Papa schläft?

Heute vertreten immer mehr Experten den Standpunkt, dass es dem Baby nicht schadet, im Bett der Eltern zu schlafen. Es kann sogar sehr förderlich sein. Es spürt dort die Wärme und Nähe der Eltern und fühlt sich unglaublich sicher. Und Babys, die sich sicher fühlen, haben auch den Mut etwas Neues auszuprobieren, oder mit anderen Worten, Babys, die sich sicher fühlen, lernen schneller und mit mehr Freude. Somit wird der Grundstein für die Entwicklung des Kindes tatsächlich bereits bei so banalen Dingen wie dem Schlafen und noch spezieller der Schlafstätte gelegt.

Es gibt aber auch nach wie vor Gründe, die gegen das gemeinsame Schlafen im elterlichen Bett sprechen. Allen voran ist dabei natürlich die Gefahr zu nennen, dass das Baby aus Versehen von einer Decke überdeckt wird und keine Luft mehr zum Atmen bekommt, was als Hauptursache für den plötzlichen Kindstod angesehen wird. Auch hört man gelegentlich noch, dass das Baby sich an das Schlafen im gemeinsamen Bett gewöhnt und die Umgewöhnung ins Kinderbett dadurch erschwert wird.

Obwohl die Befürchtungen durchaus nachvollziehbar sind, gibt es doch heute deutlich liberalere Ansätze und Erkenntnisse. So findet man häufig Aussagen, dass es in Ordnung ist, wenn das Baby in der Mitte des Elternbetts liegt und die Eltern jeweils links und rechts zum Rand des Bettes mit dem Gesicht zum Baby hin schlafen. So ist das Baby ausreichend vor den dicken Decken der Eltern geschützt und spürt trotzdem die Nähe von Mama und Papa. Auch im Elternbett sollte das Kind aber natürlich immer im Schlafsack schlafen und nicht etwa mit der Decke der Mutter oder Ähnlichem zugedeckt werden – auch nicht ausnahmesweise, für das Baby gelten hier die gleichen Regeln wie beim Schlafen im Kinderbett. Grundsätzlich gilt aber, dass Sie als Eltern sich dabei sicher und wohl fühlen müssen. Wenn Sie zu große Angst haben oder wissen, dass Sie sich nachts stark bewegen, ist vielleicht ein Baby Bay empfehlenswert. Hier kann das Baby ganz in Mamas Nähe schlafen und hat doch seinen eigenen Bereich.

Was die Sorge um das selbstständige Schlafen im Kinderbett angeht, so ist mir keine Studie bekannt, die die Behauptung stützt, dass das Baby, das zunächst im Elternbett schlafen darf, anschließend nur schwer an das Kinderbett zu gewöhnen ist. Aus eigener Erfahrung kann ich zudem sagen, dass irgendwann der Zeitpunkt von alleine kommt bzw. sich mit sanfter Überredungskunst herbeiführen lässt. Soll heißen, das Baby ins eigene Bett zu legen und es solange schreien zu lassen, bis es eingeschlafen ist, ist veraltet (siehe hierzu auch das Produkt des Monats März). Stattdessen sollte man es einfach regelmäßig probieren und auch noch eine Weile am Kinderbett verweilen, bis der kleine Engel sich beruhigt hat. Beruhigt er sich nicht oder steigert sich sogar in einen wahren Wutausbruch, sollte man nichts erzwingen wollen und darf dem Kind dann durchaus das Schlafen im Elternbett erlauben. Sonst bekommen alle keinen Schlaf und das ist wesentlich schlimmer, als sich das Bett mit seinem Baby zu teilen. Am nächsten Abend kann und sollte man es dann einfach noch mal probieren.

Anschließend noch ein paar Hinweise, was den richtigen Zeitpunkt zum Gewöhnen an das Kinderbett angeht. Viele Eltern haben wie gesagt Angst, dass sich das Baby zu sehr an das Elternbett gewöhnt und dann gar nicht mehr im eigenen Bettchen schlafen will. Wann sollte man also spätestens das Kind an das eigene Bett gewöhnt haben? Die Antwort lautet: den optimalen Zeitpunkt gibt es nicht. Genauso unterschiedlich, wie die Bedürfnisse der Babys sind, so unterschiedlich ist auch der optimale Zeitpunkt für ein Baby. Einige schlafen von der ersten Nacht an im eigenen Bettchen, andere mit einem Jahr noch nicht und andere schlafen erst im eigenen Bett, um dann mit ein paar Monaten auf einmal unbedingt im Elternbett schlafen zu wollen. Hier ist das Spektrum sehr breit gefächert. Ich persönlich würde jedoch kein Kind, welches weit über ein Jahr ist (also etwa eineinhalb), noch regelmäßig im Elternbett schlafen lassen. Wenn man dem Baby aber immer wieder zeigt, dass es auch ein eigenes Bett hat und es da auch immer wieder reinlegt und ausprobiert, ob es nicht doch auch da einschläft, sollte es aber auch gar nicht erst soweit kommen. Versuchen Sie Ihr Baby sonst einmal zum Mittagsschlaf (oder wann auch immer Ihr Baby tagsüber einmal die Äuglein zu macht) in sein Bettchen zu legen. Interessanterweise klappt dies oft ganz gut, obwohl es abends dort nicht drin liegen mag. Trotzdem hat es dann die Chance sich bereits an das eigene Bett zu gewöhnen und wird sich langfristig auch immer besser damit abfinden.

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2 Gedanken zu „Die optimale Schlafstätte fürs Baby

  1. Das mit dem Mittagsschlaf ist wirklich eine super Idee!
    Ich habe das Gefühl, dass Babys in letzter Zeit (d.h. in den letzten paar Jahren) immer länger im Eltern- bzw. „Familienbett“ schlafen.
    Ich habe neulich einen Blogeintrag zum Thema geschrieben ( http://blog.tausendkind.de/2011/10/25/wie-lange-sollen-kinder-im-elternbett-schlafen/ ) und aus den Kommentaren (dort und auf facebook) ging hervor, dass die Kinder bis zu 4 Jahre im Elternbett geschlafen haben.

  2. Man sollte dieses Thema nicht pauschalisieren. Nicht alles was die Eltern und Großeltern gemacht haben war grundsätzlich falsch. Heute werden solche Themen ausgeschlachtet, ohne dass es dabei zu einer wirklichen Erkenntnis kommt. In dem Artikel werden alle Möglichkeiten mit einem Für und Wieder abgewogen und das ist auch richtig so. Nur sollte man keinen allgemein gültigen Tipp geben, denn den gibt es nicht. Es liegt im Ermessen eines jeden einzelnen Paares wie es diese Umstellung am besten regeln könnte. Warum sollte ein Baby überhaupt die ganze Nacht im elterlichen Bett schlafen? Daran wird es sich gewöhnen und die Ab- oder Umgewöhnungs-Phase wird dementsprechend hart werden. Das heißt natürlich nicht, dass man das Baby gar nicht in das elterliche Bett holen sollte. Es sollten oder könnten aber gleich rigorose Grenzen gezogen werden. An die wird sich das Kind genauso schnell gewöhnen.

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